13.3.2013: Aus für A99-Süd - Naturschutz ist erfolgreich...

Am 12.3.2013 hat das Bayerische Kabinett endgültig beschlossen, die A99-Süd nicht für die Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes anzumelden. Damit findet eine der längsten und auch erbittertsten Auseinandersetzungen der bayerischen Naturschutzbewegung ein positives Ende. Wir alle haben dafür teilweise jahrzehntelang gekämpft und können uns daher über diesen Beschluss wirklich freuen.
Das entsprechende Motiv unserer Imagekampagne zeigt das Isartal im südlichen Landkreis München, das gleich mehrfach durch naturzerstörende Strassenbauplanungen (A99-Süd, Ortsumfahrung Grünwald) zerstört werden sollte. Dank des Engagementes der Naturschutzorganisationen konnte beides verhindert und diese beeindruckende Naturlandschaft als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen erhalten werden. Dazu Claus Obermeier, Vorstand der Stiftung bei der Vorstellung der Plakate: „Unser Plakatmotive wollen auf eine positive Weise vermitteln, dass Engagement für den Naturschutz erfolgreich ist“.
Imagekampagne "Naturschutz ist erfolgreich..."
Wir betreiben damit keine Spenden- oder Mitgliederwerbung, sondern möchten Sie auf die vielfältigen Erfolge der Naturschutzbewegung aufmerksam machen.
Weltweit konnten in den letzten Jahrzehnten wichtige Teile des Naturerbes in Nationalparken und ähnlichen Schutzgebieten gesichert werden. Unzählige kleine Projekte "vor Ort" bewahren beeindruckende Landschaften oder kümmern sich um den Erhalt seltener Tier- und Pflanzenarten.
Das Hauptmotiv unserer Kampagne zeigt ein natürliches Bachtal im Bayerischen Wald. Mit den Abbildungen "Bär", "Wolf", "Luchs", "Giraffe", "Gepard" und "Zebra" präsentieren wir Ihnen Wildtiere, die nur dank des Engagements der weltweiten Naturschutzbewegung in Freiheit überlebt haben. Oft konnten ihre Lebensräume in letzter Sekunde vor dem Zugriff anderer Interessen geschützt werden.
Medien, Themenseiten: Im Rahmen der Kampagne stehen diverse Medien zur Verfügung. Auf den Seiten "Wildnisschutz" und "Naturschutz in der Kulturlandschaft" geben wir interessierten Bürgern einen Überblick über die Ziele des Naturschutzes in Deutschland. Umfangreiche Hintergrundinformationen rund um Bär, Wolf und Luchs finden Sie auf unseren Projektseiten Bayern wild.
"Naturschutz ist erfolgreich…" - mit diesem Motto möchten wir Sie einladen, sich für den Erhalt unseres Naturerbes zu engagieren. Die Gregor Louisoder Umweltstiftung fördert als gemeinnützige Stiftung hauptsächlich Projekte der Naturschutzverbände. Wenn Sie sich dort engagieren möchten, finden Sie unter "Aktiv werden" alle nötigen Informationen.

Konzept
"Imagewerbung für den Naturschutz"
(Kurzfassung)
Bilanzen des Naturschutzes enden - besonders in Deutschland - sehr oft nicht mit naturschutzfachlichen Forderungskatalogen, sondern mit einem Plädoyer für eine attraktivere Öffentlichkeitsarbeit. So lautet zum Beispiel die Quintessenz eines entsprechenden Beitrages von Dr. Jochen Tamm in der Zeitschrift Nationalpark (3/03, "Wo stehen wir im Naturschutz"): "Der Naturschutz braucht mehr Freunde". Diese Erkenntnis ist natürlich nicht neu und wird in den Gremien und bei Tagungen der Naturschutzverbände seit Jahrzehnten diskutiert.
In den meisten Fällen entstehen aus solchen Strategiediskussionen aber nicht neue, zielgruppenorientierte Ansätze für die Öffentlichkeitsarbeit im Sinne einer "Imagewerbung für den Naturschutz". Stattdessen werden alle Ressourcen auf die Vereins- und Spendenwerbung konzentriert. Solche Ansätze sollen den Adressaten zum Eintritt in den eigenen Verein, zum Spenden oder zur Einrichtung eines Vermächtnisses animieren.
Gleichzeitig werden die ureigensten Werbemotive der Naturschutzszene oft der Wirtschaft überlassen - so werben Stadtwerke, Tabakkonzerne und Brauereien mit beeindruckenden Tiermotiven und Naturlandschaften und haben so große Erfolge in der Öffentlichkeitsarbeit.
Ziel des Projektes "Imagekampagne für den Naturschutz" ist es daher, bisher vernachlässigte Zielgruppen anzusprechen. Sie sollen ein positives Bild der Naturschutzszene als erfolgreiche, schlagkräftige Akteure erhalten. Gleichzeitig sollten so auch die durchaus vorhandenen Erfolge der Naturschutzorganisationen viel offensiver und selbstbewusster verkauft werden.
Sprache und Aufbereitung der Botschaften mit attraktiven Naturbildern sollten sich also an den jeweiligen Zielgruppen und nicht an der eigenen "Szene" orientieren. Über die Homepage www.umweltstiftung.com erhalten Interessenten weitere Informationen über das Projekt und können über entsprechende links die Projektpartner sowie die flächendeckend organisierten Naturschutzverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und Naturschutzbund Deutschland ansprechen.
Claus Obermeier