Gregor
Louisoder Umweltstiftung
Brienner
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Förderpreis
Umweltjournalismus vergeben
Harald
Schumann (Tagesspiegel, Berlin) und Jens Voigt (Freies Wort, Suhl) überzeugten
die Jury mit besonders engagierten Beiträgen.
München,
21.6.07. Der Förderpreis Umweltjournalismus wurde heute in München
an Harald Schumann (Tagesspiegel, Berlin) und Jens Voigt (Freies Wort,
Suhl) vergeben.
Die Jury vergab zwei 2. Preise, wobei sie sich der Sonderrolle des Preisträgers
Harald Schumann durchaus bewusst war als Redakteur für besondere
Aufgaben beim renommierten Tagesspiegel liefert er Ganzseiter zu Brennpunktthemen
wie der Sicherheit deutscher Atomkraftwerke, die in dieser Form sonst
meistens nur in den Nachrichtenmagazinen erscheinen können.
Jens Voigt schreibt für das Freie Wort, einer regionalen
Tageszeitung aus Thüringen. Den Förderpreis Umweltjournalismus
erhält er für mehrere Beiträge im Freien Wort
im Zusammenhang mit der Einleitung von Abwässern aus dem Kaliabbau
der Firma K+S in die Werra.
Harald Schumann, geb. 1957, Diplom-Ingenieur Landschaftsplanung,
Redakteurstätigkeit für Spiegel, Morgen und Spiegel-Online,
seit 2004 Redakteur für besondere Aufgaben beim Tagesspiegel.
Inhaltlich kompetent und sprachlich brillant setzt er sich mit Risikotechnologien
auseinander. Den Förderpreis Umweltjournalismus erhält er insbesondere
für den Beitrag Riss+Risiko Die rot-grüne Regierung
und die Opposition streiten um die Laufzeit der Atommeiler. Doch die eigentliche
Frage ist: Wie unsicher sind Deutschlands alternde Kernkraftwerke heute
?. Erschienen im Tagesspiegel am 14.8.05.
Jens Voigt, geb. 1963, Journalistik-Studium in Leipzig, mehrere
Redakteursstellen, seit 2000 Mitarbeiter des Freien Wortes Suhl. Den Förderpreis
Umweltjournalismus erhält er insbesondere für seine Beiträge
zur Abwassereinleitung in die Werra, während gleichzeitig Millionen
für Renaturierungsprojekte ausgegeben werden. Fazit: Die Gewinne
aus dem Kaliabbau werden privatisiert, die Folgelasten auf die Umwelt
bzw. den Steuerzahler abgewälzt.
Mit dem Förderpreis Umweltjournalismus will die Gregor Louisoder
Umweltstiftung kompetente und kritische Berichterstattung zu Brennpunkten
des Umweltschutzes fördern, er ist mit insgesamt 10000 Euro dotiert.
Im Vergleich
zu den letzten Bewerbungsrunden nahm der Anteil von in die Endauswahl
kommenden Beiträgen weiter ab, da die Jury keine Ansätze für
einen kritischen und investigativen Journalismus feststellen konnte.
Umso erfreulicher ist es, dass trotzdem 2 Bewerbern der Förderpreis
Umweljournalismus verliehen werden kann, die mit ihren Bewerbungen und
ihrer Vita zwar zwei völlig unterschiedliche Bereiche der deutschen
Tageszeitungslandschaft abdecken, aber sich mit kompetenter und kritischer
Berichterstattung sich für den Umweltschutz engagiert haben.
Grosse
Anzeigenkunden und Lokalpolitiker gewinnen immer mehr Einfluss auf die
Tageszeitungen wo keine qualifizierten und engagierten Journalisten
sitzen, werden Pressetexte aus Politik und Wirtschaft einfach übernommen,
so Claus Obermeier, Vorstand der Stiftung, zur Preisverleihung: Gerade
die heißen Eisen wie Konflikte zwischen Bauplanungen
und dem Naturschutz oder Risikotechnologien werden dann oft nur noch aus
der Sicht der Investoren dargestellt. Dabei wird nach Ansicht der Gregor
Louisoder Umweltstiftung die Bedeutung der Massenmedien für den Umweltschutz
immer wichtiger: Da der Zeitungsleser meist nicht über die nötigen
Hintergrundinformationen verfügt, um sich mit Detailfragen von Risikotechnologien
oder Infrastrukturplanungen beschäftigen zu können, nehmen entsprechende
Beiträge in den Tageszeitungen eine zentrale Rolle in der Willensbildung
der Bevölkerung ein.
Sie müssen
auch einen Gegenpol zu der Informationspolitik der Naturnutzerlobby bilden,
die mit hohem finanziellem und personellem Aufwand für direkte und
indirekte Werbung ihre Positionen in die Öffentlichkeit trägt
und so großen Einfluss auf die Umweltpolitik gewonnen hat.
In
dieser Situation zeichnet die Gregor Louisoder Umweltstiftung zwei Journalisten,
die sich mit entsprechend kompetenten und kritischen Beiträgen außergewöhnlich
für den Umweltschutz engagiert haben, mit Förderpreisen in Höhe
von insgesamt 10000 Euro aus, es wurden 2 zweite Preise vergeben. Bewerbungsgrundlage
waren die im Jahr 2005 und 2006 erschienenen Beiträge in einer deutschsprachigen
Tageszeitung. Die nächste Preisverleihung findet im Sommer 2009 (Bewerbungsschluss:
1.3.09) statt.
Jury: Stephan Börnecke (Redakteur Frankfurter Rundschau),
Bernd Louisoder (Stiftungsrat der Gregor Louisoder Umweltstiftung), Dieter
Wieland (Film- und Buchautor, Stiftungsrat der Gregor Louisoder Umweltstiftung,
Claus Obermeier (Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung, Autor).
Ihr Ansprechpartner
für Rückfragen:
Gregor Louisoder Umweltstiftung, Claus Obermeier (Vorstandsvorsitzender),
Tel. 089/54212142, Fax 089/52389335, email: info@umweltstiftung.com
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