Gregor
Louisoder Umweltstiftung
Brienner
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80333 München
Tel. 089/54212142
Fax 52389335
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Pressemitteilung
16.09.05
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Förderpreis
Umweltjournalismus vergeben
Ursula Barth, Monika Offenberger und Josef Siebler überzeugten
die Jury mit besonders engagierten Beiträgen.
Der Förderpreis
Umweltjournalismus wurde heute in München an Ursula Barth (Mannheimer
Morgen, 1.Preis), Dr. Monika Offenberger (freie Journalistin, München,
2. Preis) und Josef Siebler (Südkurier, Redaktion Konstanz, 2. Preis)
verliehen. Einen Sonderpreis erhielt die Redaktion der tageszeitung für
ihre Serie "Grüne Gentechnik".
Mit dem Förderpreis
Umweltjournalismus will die Gregor Louisoder Umweltstiftung kompetente
und kritische Berichterstattung zu Brennpunkten des Umweltschutzes fördern,
er ist mit insgesamt 12000 Euro dotiert.
"Grosse
Anzeigenkunden und Lokalpolitiker gewinnen immer mehr Einfluss auf die
Tageszeitungen - wo keine qualifizierten und engagierten Journalisten
sitzen, werden Pressetexte aus Politik und Wirtschaft einfach übernommen",
so Claus Obermeier, Vorstand der Stiftung, zur Preisverleihung: Gerade
die "heissen Eisen" wie Konflikte zwischen Bauplanungen und
dem Naturschutz werden dann oft nur noch aus der Sicht der Investoren
dargestellt. Dabei wird nach Ansicht der Gregor Louisoder Umweltstiftung
die Bedeutung der Massenmedien für den Umweltschutz immer wichtiger:
Da der Zeitungsleser meist nicht über die nötigen Hintergrundinformationen
verfügt, um sich mit Detailfragen von Risikotechnologien oder Infrastrukturplanungen
beschäftigen zu können, nehmen entsprechende Beiträge in
den Tageszeitungen eine zentrale Rolle in der Willensbildung der Bevölkerung
ein.
Sie müssen
auch einen Gegenpol zu der Informationspolitik der Naturnutzerlobby bilden,
die mit hohem finanziellem und personellem Aufwand für direkte und
indirekte Werbung ihre Positionen in die Öffentlichkeit trägt
und so großen Einfluss auf die Umweltpolitik gewonnen hat.
In dieser
Situation zeichnet die Gregor Louisoder Umweltstiftung drei Journalisten,
die sich mit entsprechend kompetenten und kritischen Beiträgen außergewöhnlich
für den Umweltschutz engagiert haben, mit Förderpreisen in Höhe
von insgesamt 12000 Euro aus, es wurden ein erster Preis, zwei zweite
Preise und ein Sonderpreis vergeben (siehe unten). Bewerbungsgrundlage
waren die im Jahr 2004 erschienenen Beiträge in einer deutschsprachigen
Tageszeitung. Die nächste Preisverleihung findet im Sommer 2007 (Bewerbungsschluss:
1.3.07) statt.
Jury: Stephan Börnecke (Redakteur Frankfurter Rundschau),
Bernd Louisoder (Stiftungsrat der Gregor Louisoder Umweltstiftung), Dieter
Wieland (Film- und Buchautor, Stiftungsrat der Gregor Louisoder Umweltstiftung,
Claus Obermeier (Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung, Autor).
1. Preis( 4000€): Ursula Barth, Redakteurin beim "Mannheimer
Morgen"
Ursula Barth, geboren am 11.2.1975 in Bonn, studierte Politikwissenschaft
und Romanistik in Heidelberg und Paris. Volontariat beim "Mannheimer
Morgen". Seit Juli 2004 arbeitet sie dort als Redakteurin im Ressort
"Chef vom Dienst". Die Bewerbung von Frau Barth bestand aus
mehreren kompetent, engagiert und verständlich geschriebenen Artikeln
zu den Themen "Erneuerbare Energien" und "Handel mit geschützten
Tier- und Pflanzenarten" im "Mannheimer Morgen".
2. Preis (3000€): Dr. Monika Offenberger, freie Journalistin
Dr. Monika Offenberger, geboren 5.12.1961 in Bad Reichenhall, studierte
Biologie, freie Mitarbeiterin der Wissenschaftsredaktionen diverser Tageszeitungen
und Magazine, Buchveröffentlichungen. Monika Offenberger erhielt
einen 2. Preis für ihre Beiträge "Stiller Kampf gegen Windmühlen"
(Berchtesgadener Anzeiger) und "Kahlfraß im Wald" (Berliner
Zeitung). Beide Artikel setzten sich mit überhöhten Wildbeständen
und den Folgen für den Wald auseinander und prangerten die Untätigkeit
der zuständigen Jagdbehörden an.
2. Preis (3000€): Josef Siebler, Redakteur beim "Südkurier",
Lokalredaktion Konstanz
Josef Siebler, geboren am 16.3.1961 in Großschönach, Landkreis
Siegmaringen, studierte Politik und Deutsch, seit 1990 Lokalredakteur
beim Südkurier. Josef Siebler erhielt einen 2. Preis für seinen
Beitrag im "Südkurier" zum Thema "Natura 2000".
Schonungslos deckte er die Machenschaften von Landes-und Regionalpolitikern
auf, die mit allen möglichen Halb- und Unwahrheiten gegen die Ausweisung
des Untersees (Bodensee) als FFH-Schutzgebiet Stimmung machten.
Sonderpreis (2000 €): taz-Redaktion
Die Serie "Grüne Gentechnik" wurde von den taz-Redakteuren
Wolfgang Löhr und Bernhard Pötter konzipiert und redaktionell
betreut, Autoren waren in alphabetischer Reihenfolge: Klaus Ammann, Gerhard
Dilgner, Jürgen Dahl, Hanna Gersmann, Thomas Gerlach, Gabriele Lesser,
Wolfgang Löhr, Ingo Malcher, Bernhard Pötter, Michael Streck,
Matthias Urbach.
Die taz erhielt einen Sonderpreis, da sich die Bewerbung wegen der Teamarbeit
von 11 Autoren nicht in die Ausschreibung einordnen lässt, aber wegen
der außergewöhnlich kompetenten und engagierten Bearbeitung
des Themas "Grüne Gentechnik" unbedingt preiswürdig
ist. Aus der Juryentscheidung: "Sie gibt einen präzisen Einblick
in die weltweiten Strategien der Chemie- und Saatgut-Konzerne, zeigt,
wie man Politiker weich klopft und Verbraucher in die Irre führt,
mit dem Ziel maximalen Profits".
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Claus Obermeier (Vorstand), Tel. 089/54212142, Fax 089/52389335, e-mail
info@umweltstiftung.com
Weitere Informationen zur Gregor Louisoder Umweltstiftung und zum Förderpreis
Umweltjournalismus finden Sie unter www.umweltstiftung.com
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