Gregor
Louisoder Umweltstiftung
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Pressemitteilung
28.07.04
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Umweltorganisationen
fordern ökologische Finanzreform in der Landwirtschaft
Umweltschädigende Produktion muss unrentabel werden
Bonn/Berlin
- Der Förderverein Ökologische Steuerreform, die Gregor-Louisoder-Umweltstiftung
und der Naturschutzbund NABU haben die Bundesregierung in einer neuen
Studie aufgefordert, im Rahmen der anstehenden Haushaltsberatungen sämtliche
Agrarsubventionen auf den ökologischen Prüfstand zu stellen.
"Angesichts der fortdauernden Umweltprobleme in der Landwirtschaft
ist ein konsequenter Abbau umweltschädlicher Subventionen sowie die
Einführung ökonomischer Anreizinstrumente überfällig",
sagte Kai Schlegelmilch vom Förderverein FÖS. Wichtig sei insbesondere
eine stärkere Integration von ökologischen Aspekten in die Steuer-
und Finanzpolitik zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft.
Zwar sei die Umsetzung der EU-Agrarreform bereits ein Schritt in die richtige
Richtung, dennoch müsse nach Auffassung der drei Organisationen noch
viel getan werden, um umweltschädigende Produktionsweisen unrentabel
zu machen. So dürfe den landwirtschaftlichen Betrieben keine Steuervergünstigung
für fossile Energieträger wie Agrardiesel mehr gewährt
werden. Stattdessen sollten energiesparende und ressourcenschonende Betriebe
sowie die Einführung von Biokraftstoffen gezielt gefördert werden.
"An vielen Fehlentwicklungen sind nicht die einzelnen Bauern schuld,
sondern ein falsches Subventionssystem, das umweltgefährdendes Wirtschaften
finanziell attraktiv macht", sagte Claus Obermeier von der Louisoder-Umweltstiftung.
Die Studie belege zudem die Eignung ökonomischer Instrumente zur
Reduzierung des Pestizid- und Düngemittelverbrauch. Daher werde eine
zeitlich gestaffelte Einführung von Abgaben auf Pestizide und Düngemittelüberschüsse
vorgeschlagen. Die Einnahmen sollten durch eine gezielte Rückführung
in den Agrarsektor möglichst aufkommensneutral sein, um Wettbewerbsnachteile
zu vermeiden und die ökologische Wirkung zu verstärken. "Die
Kombination aus Abgaben und Anreizmechanismen stellt ein ideales Instrument
dar, um die Umweltbelastungen der Landwirtschaft flächendeckend zu
reduzieren", so der politische NABU-Bundesgeschäftsführer
Leif Miller.
Für Rückfragen: FÖS, Andrea Sauer, Tel.
089-52011312, NABU, Florian Schöne, Tel. 030-284984-26, GLUS, Claus
Obermeier, Tel. 089-54212142
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