Gregor
Louisoder Umweltstiftung
Brienner
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Tel. 089/54212142
Fax 52389335
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Pressemitteilung
16.05.03
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Förderpreis
Umweltjournalismus verliehen
Bernhard Pötter, Stephan Börnecke und Güven
Purtul überzeugten die Jury mit besonders engagierten Beiträgen
16.5.03. Der Förderpreis
Umweltjournalismus wurde heute in München an Berhard Pötter
(Die Tageszeitung, 1.Preis), Stephan Börnecke (Frankfurter Rundschau)
und Güven Purtul (freier Journalist) verliehen. Damit will die Gregor
Louisoder Umweltstiftung kompetente und kritische Berichterstattung zu
Brennpunkten des Umweltschutzes fördern, er ist mit insgesamt 10000
Euro dotiert.
Bernd Louisoder, Vorstandsvorsitzender der Stiftung würdigte bei
der Preisverleihung im Münchner Eden Hotel Wolff besonders das hohe
persönliche Engagement der Preisträger. Louisoder: "Gerade
zu Brennpunkten des Umweltschutzes sind aufwändig recherchierte Hintergrundbeiträge,
die sich kritisch und kompetent mit den Umweltauswirkungen befassen, in
den regionalen Tageszeitungen nicht selbstverständlich".
"Grosse Anzeigenkunden und Lokalpolitiker gewinnen immer mehr Einfluss
auf die Tageszeitungen - wo keine qualifizierten und engagierten Journalisten
sitzen, werden Pressetexte aus Politik und Wirtschaft einfach übernommen",
so Claus Obermeier, Vorstand der Stiftung bei der Laudatio: Gerade die
"heissen Eisen" des Naturschutzes wie Konflikte zwischen Bauplanungen
und dem Naturschutz werden dann oft nur noch aus der Sicht der Bauträger
dargestellt. Dabei wird nach Ansicht der Gregor Louisoder Umweltstiftung
die Bedeutung der Massenmedien für den Umweltschutz immer wichtiger:
Da der Zeitungsleser meist nicht die Zeit und die fachliche Vorbildung
hat sowie über die nötigen Hintergrundinformationen verfügt,
um sich mit Detailfragen etwa von Risikotechnologien oder Infrastrukturplanungen
beschäftigen zu können, nehmen entsprechende Beiträge in
den Tageszeitungen eine zentrale Rolle in der Willensbildung der Bevölkerung
ein. Sie müssen auch einen Gegenpol zu der Informationspolitik der
Naturnutzerlobby bilden, die mit hohem finanziellem und personellem Aufwand
für direkte und indirekte Werbung ihre Positionen in die Öffentlichkeit
trägt und so großen Einfluss auf die Umweltpolitik gewonnen
hat.
In dieser Situation zeichnet die Gregor Louisoder Umweltstiftung drei
Journalisten, die sich mit entsprechend kompetenten und kritischen Beiträgen
außergewöhnlich für den Umweltschutz engagiert haben,
mit Förderpreisen in Höhe von 5000, 3500 und 2500 Euro aus.
Bewerbungsgrundlage waren die im Jahr 2002 erschienenen Beiträge
in einer deutschsprachigen Tageszeitung.
Die Preisträger 2003
Jury: Dieter Wieland (Vorsitzender), Bernd Louisoder, Claus Obermeier
1. Preis:
Berhard Pötter, Die Tageszeitung (Berlin)
Bernhard Pötter, geb. 20.9.65, Studium an der FU Berlin (Amerikanistik,
Politologie, Rechtswissenschaft), seit 1993 Redakteur bei der Tageszeitung,
seit 1998 Ressortleiter Wirtschaft/Umwelt, freie Tätigkeit u.a. für
Greenpeace Magazin, Frankfurter Rundschau und andere Zeitschriften.
Bernhard
Pötter überzeugte die Jury mit einer zehnteiligen Artikelserie
zum UN-Gipfel zur nachhaltigen Entwicklung in Johannesburg, in der er
besonders kompetent und offen die Hintergründe der globalen Umweltpolitik
analysierte. Weitere Beiträge setzten sich mit der Ökosteuerdebatte
und der Pestizidproblematik auseinander. Für sein Engagement erhält
er den 1. Preis.
2. Preis Stephan Börnecke
Stephan Börnecke, geb. 31.10.54 in Berlin Wilmersdorf, Studium der
Rechtswissenschaften und Publizistik, 1976-1980 Redakteur bei der Berliner
Morgenpost, später Parlamentsberichterstatter in Berlin bei Spandauer
Volksblatt und der Abend, seit 1981 Reporter bei der Frankfurter Rundschau
im Ressort Hessen, spezialisiert auf die Bereiche Umwelt, Naturschutz,
Verkehr, Landwirtschaft, Seite Natur und Garten.
Stephan Börnecke
ist seit langem als kompetenter und kritischer Mitarbeiter der Frankfurter
Rundschau bekannt. Mit seiner Bewerbungsgrundlage für den Förderpreis
Umweltjournalismus - z.B. Beiträgen zur Agrarwende und zum deutschen
Naturschutztag in Hannover - überzeugte er die Jury und erhält
den 2. Preis.
3. Preis: Güven Purtul
Güven Purtul, geb. 26.6.64, Studium der Geographie in Hamburg, seit
1995 freier Journalist mit den Schwerpunkten Technik, Wissenschaft und
Umwelt, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau.
Güven
Purtul erhält als erster freier Journalist den Förderpreis Umweltjournalismus
(3. Preis). Damit würdigt die Jury besonders sein Engagement bei
der Berichterstattung über "heisse Eisen" des deutschen
Naturschutzes wie der mangelhaften Umsetzung von Ausgleichskonzepten für
naturzerstörende Baumassnahmen. So analysierte er zum Beispiel die
Defizite beim Bau der Airbus-Fabrik im Mühlenberger Loch. Es erfordert
Mut und Engagement, als freie Journalist solche Themen zu bearbeiten und
so Chancen auf Aufträge aus der Industrie zu verringern.
Ihr Ansprechpartner
für Rückfragen:
Claus Obermeier (Vorstand),
Tel. 089/54212142, Fax 089/52389335,
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