Gregor
Louisoder Umweltstiftung
Brienner
Straße 46
80333 München
Tel. 089/54212142
Fax 52389335
e-mail: info@umweltstiftung.com
www.umweltstiftung.com |
|
|
| |
|
Pressemitteilung
16.05.02
|
|
Förderpreis
Umweltjournalismus verliehen
Wolfgang
Wiedlich (Bonner General Anzeiger) überzeugte die Jury mit besonders
kompetenten Beiträgen und erhielt den 1. Preis
München,
16.5.02 Der Förderpreis Umweltjournalismus wurde heute in München
an Wolfgang Wiedlich (General-Anzeiger), Joachim Wille (Frankfurter Rundschau)
und Wolfgang Blatz (Die Rheinpfalz) verliehen. Damit will die Gregor Louisoder
Umweltstiftung kompetente und kritische Berichterstattung zu Brennpunkten
des Umweltschutzes fördern, er ist mit insgesamt 10000 Euro dotiert.
Gerade zu
Brennpunkten des Umweltschutzes sind aufwändig recherchierte Hintergrundbeiträge,
die sich offensiv und kompetent mit den Umweltauswirkungen befassen, in
den regionalen Tageszeitungen nicht selbstverständlich. Dabei wird
nach Ansicht der Gregor Louisoder Umweltstiftung die Bedeutung der Massenmedien
für den Umweltschutz immer wichtiger: Da der Zeitungsleser meist
nicht die Zeit und die fachliche Vorbildung hat sowie über die nötigen
Hintergrundinformationen verfügt, um sich mit Detailfragen etwa von
Risikotechnologien (z.B. Gentechnik) oder Infrastrukturplanungen (z.B.
Umweltauswirkungen von Autobahnplanungen) beschäftigen zu können,
nehmen entsprechende Beiträge in den Tageszeitungen eine zentrale
Rolle in der Willensbildung der Bevölkerung ein. Sie müssen
auch einen Gegenpol zu der Informationspolitik der Naturnutzerlobby bilden,
die mit hohem finanziellem und personellem Aufwand für direkte und
indirekte Werbung ihre Positionen in die Öffentlichkeit trägt
und so großen Einfluss auf die Umweltpolitik gewonnen hat.
In dieser Situation zeichnet die Gregor Louisoder Umweltstiftung drei
Journalisten, die sich mit entsprechend kompetenten und kritischen Beiträgen
außergewöhnlich für den Umweltschutz engagiert haben,
mit Förderpreisen in Höhe von 5000, 3500 und 2500 Euro aus.
Bewerbungsgrundlage waren die im Jahr 2001 erschienenen Beiträge
in einer deutschsprachigen Tageszeitung.
Die Preisträger 2002
Jury: Dieter
Wieland (Vorsitzender), Bernd Louisoder, Claus Obermeier
1. Preis:
Wolfgang Wiedlich, GENERAL ANZEIGER (Bonn)
Wolfgang Wiedlich überzeugte die Jury mit den von ihm konzipierten
und teilweise auch verfassten Beilagen "Klimawandel" und "Wasser"
zum Bonner General Anzeiger. Der General Anzeiger (Auflage gut 100.000)
setzt damit Maßstäbe, was Umfang und Kompetenz der Berichterstattung
über dieses Brennpunktthema des globalen Umweltschutzes betrifft,
an denen sich auch viele überregionale Tageszeitungen messen lassen
müssen. Ebenfalls aussergewöhnlich qualifiziert und kritisch
fiel auch die Berichterstattung Wiedlichs zum UN-Klimagipfel im Juli 2001
aus, so in seinem Beitrag "Das kollektive 1:1-Experiment".
Wolfgang Wiedlich: geb. 1956, seit 1985 Redakteur beim
General-Anzeiger, seit 1992 Leiter des Ressorts Journal (Wissenschafts-
und Umweltredaktion).
2. Preis
Joachim Wille, FRANKFURTER RUNDSCHAU (Frankfurt)
Die FRANFURTER RUNDSCHAU ist für ihre aussergewöhnlich kompetente
und kritische Berichterstattung über Umweltschutzthemen bekannt.
Dies ist unter anderem dem Redakteur Joachim Wille zu verdanken, der bereits
1992 in der FR die Umweltseite etablierte und seit Ende 2000 als Ressortleiter
der Redaktion "Mensch-Technik-Umwelt" verantwortlich ist. Bewerbungsgrundlage
für den Förderpreis Umweltjournalismus 2001 waren seine Beiträge
zum Klimaschutz, zur Bedrohung der spanischen Extremadura und insbesondere
seine Kommentare auf der Seite drei, die außergewöhnlich kompetent
und kritisch auf die Probleme des globalen und deutschen Umweltschutzes
eingehen und dabei auch Ross und Reiter nennen, so im Beitrag "Nur
Mut zur Maut", in dem er die fadenscheinige Argumentation der Maut-Gegner
aufgreift. Für sich spricht ein Zitat aus dem Kommentar "Lebensstil
und Klimaschutz" zum Bonner Klimagipfel: "Fast zehn Jahre dauert
nun der gemeinsame Versuch der Industriestaaten, sich vor der Weltöffentlichkeit
als Klimaschützer darzustellen, aber gleichzeitig das Klima nicht
zu schützen".
Joachim Wille, geb. 25.7.56, Journalist seit 1982, Redakteur
seit 1983, seit 2000 Ressortleiter der Redaktion Mensch-Technik-Umwelt
bei der Frankfurter Rundschau.
3. Preis:
Wolfgang Blatz, DIE RHEINPFALZ (Ludwigshafen)
Wolfgang Blatz setzte sich mit insgesamt fünf Leitartikeln und einem
Hintergrundbericht in der RHEINPFALZ, einer regionalen Tageszeitung im
Raum Ludwigshafen, mit aktuellen Brennpunkten des Umwelt- und Verbraucherschutzes
auseinander. Besonders beeindruckte die Jury die klare Ausrucksweise bei
der Berichterstattung über die Weltklimakonferenz in Bonn, bei der
er nicht wie oft "um den heißen Brei" herumschrieb, sondern
die Defizite der Vorgängerkonferenzen auf den Punkt brachte: "Doch
die Konferenz in Den Haag endete im Fiasko - am Ende des zweiwöchigen
Geschachers lag noch immer kein Papier vor, dem alle Teilnehmer hätten
zustimmen können".
Wolfgang Blatz, geb. 1959, seit 1992 Redakteur bei der
Rheinpfalz, Lokalredaktion Mannheim, seit 1993 in der Politikredaktion.
Ihr Ansprechpartner
für Rückfragen
Claus Obermeier (Geschäftsführer), Tel. 089/54212142, Fax 089/52389335,
e-mail info@umweltstiftung.com
Weitere Informationen zur Gregor Louisoder Umweltstiftung:
Die Gregor
Louisoder Umweltstiftung wurde 1995 in München aus dem Erbe des Firmengründers
gleichen Namens gegründet. Als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen
Rechtes setzt sie sich für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen
von Menschen, Tieren und Pflanzen ein. Dazu dienen die Erträge des
Stiftungsvermögens von derzeit gut 18 Millionen Euro , die für
die Förderung von Naturschutzprojekten anderer Organisationen und
für die Eigenprojekte der Gregor Louisoder Umweltstiftung zur Verfügung
stehen. Sie konzentriert sich dabei auf folgende Brennpunkte des Naturschutzes:
Ökologische
und nachhaltige Landnutzung in Deutschland
a) Erarbeitung der konzeptionellen und fachlichen Grundlagen einer ökologischen
und nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft
b) Durchsetzung der Agrarwende durch entsprechende Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit
c) Aufdeckung und Lösung von Konflikten der konventionellen Landwirtschaft
mit dem Natur- und Umweltschutz
d) Allgemeine Förderung von Institutionen und Projekten der ökologischen
Landwirtschaft
Umwelt- und Naturschutz im Ballungsraum München
a) Umweltbildung
b) Erarbeitung und Umsetzung naturschutzfachlicher Konzepte zum Schutz
bzw. Entwicklung wertvoller Biotope
c) Naturschutzpolitische Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit
Schutz von Vorranggebieten des Naturschutzes
Grossprojekte zur Erhaltung bedrohter Vorranggebiete des Naturschutzes
(weltweit)
Förderpreise
Die Gregor Louisoder Umweltstiftung vergibt Förderpreise für
besonderes persönliches Engagement. Beispiele:
Förderpreise Wissenschaft: Prämierung von Nachwuchswissenschaftlern,
die sich mit ihren Diplomarbeiten besonders für den Naturschutz engagiert
haben, mit Förderpreisen.
Förderpreis Umweltjournalismus: Prämierung von Tageszeitungsjournalisten,
die sich besonders für den Naturschutz engagiert haben, mit Förderpreisen.
Zurück
zum Anfang
|